Feuersandgeschichte

Es war irgendwann in den 90igern. Ich war mit meiner damaligen Lebensgefährtin zu Besuch bei Ihren Eltern in Italien. Ich war gerade dabei an meinem Buch zu schreiben und beschäftigte mich mit den Elementen in Bezug zum Räucherwerk. Feuer = Kohle; Erde = Räucherwerk; Luft = Rauch, sogar das spirituelle 5. Element, Äther, ist vorhanden. In Form der Gedanken, Wünsche und Gebete die wir beim räuchern mit einbringen, manifestiert sich auch dieses Element. Doch ein Element fehlte: Wasser. Ich machte mir meine Gedanken wie man auch dieses Element bei einer Räucherung verfügbar macht um eine runde Sache zu haben. So saß ich am Strand in einem Stapel von Büchern, das Diktiergerät in der Hand und war ziemlich ratlos. Ich unterhielt mich mit Marion darüber, dass ich gerade feststecke und irgendwie keinen Plan habe wie ich weiterkomme. Da sagte sie: was willst du denn, ist doch ganz einfach, du SITZT auf dem Element Wasser. Das war des Rätsels Lösung, die Idee zum Feuersand war geboren. Der Sand symbolisiert das Element Wasser und endlich sind alle 5 Elemente vereint. Zudem hat der feine Sand weitere positive Eigenschaften: Er belüftet die Räucherkohle, somit brennt diese gleichmäßig ab. Auch das Räuchergefäß verschmutzt nicht so stark, da sich keine Harze festsetzen. Bei der Heimfahrt hatten wir die ersten 100 Kg Sand mit im Gepäck, füllten diesen in Tüten ab und verkauften ihn im Geschäft als Zubehör. Die Kunden fanden diese Idee super und so mussten wir uns bald wieder auf den Weg machen um Nachschub zu besorgen. Dies war sehr aufwändig, in den Anfangsjahren holte ich den Sand noch direkt aus dem Wasser, breitete ihn auf Planen zum trocknen aus, füllte ihn in mitgebrachte Säcke und Wannen, suchte am Strand Muscheln, die wir als Zugabe mit einpackten und fuhr wieder nach Deutschland. Das war zwar nicht wirklich ein Geschäft, aber ich wollte unbedingt an dieser Idee festhalten. Die entstehenden Unkosten wurden durch ein paar Tage Kurzurlaub ja wieder wettgemacht. Die Nachfrage nach unserem Feuersand mit echtem Meersand war im Laufe der Jahre so angewachsen, dass dies so nicht mehr zu bewerkstelligen war. Ein weiterer Zufall in meinem Leben half. Wir waren von Marions Eltern eingeladen das Osterfest mit Ihnen in Italien zu verbringen. Die Bäder in der Region öffnen meist zu diesem Termin. Wir waren ein paar Tage vorher dort und ich ging schon mal zum Strand um die Lage zu peilen. Ich sah, dass die Besitzer ihre Bauten im Winter mit feinmaschigen Netzen schützen, damit sich nicht so viel Sand auf den Terrassen, den Umkleidekabinen und den kleinen Restaurants absetzt. Gut für mich, der Wind bläst den Sand wie durch ein Sieb, hinter den Netzen bilden sich dadurch Haufen feinsten Sandes, frei von Verunreinigungen. Also sofort die Schaufel geholt und losgelegt. Mit so wenig Arbeit hatte ich noch nie so schnell so viel Sand “geschürft”. Dies war, um meine Kunden weiterhin mit Feuersand zu versorgen, das Modell der Zukunft. So fahre ich nun meist schon im März, in der noch kalten Jahreszeit, dorthin um Nachschub zu besorgen. Da es mittlerweile um größere Mengen geht habe ich natürlich mit den Besitzern der Bäder gesprochen und um Erlaubnis gefragt. Diese habe ich gegen eine stattliche Gebühr, in Form von feinstem Grappa, auch erhalten und so wird es auch weiterhin den Feuersand mit echtem Meersand von World of Incense geben.

 

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